„Fantastisch, ich kann hören! Warum habe ich so lange gewartet?“

Thersia Broodryk aus Johannesburg, Südafrika, die seit ihrer Kindheit mit chronischen Infektionen in ihrem rechten Ohr und einer Schallleitungsschwerhörigkeit lebt, war keine Fremde in Audiologiekliniken. Nach einem weiteren erfolglosen chirurgischen Eingriff an ihrem Ohr, fragte sie ihren Arzt, ob es eine andere Möglichkeit gäbe, die keine Operation beinhaltete. Er gab ihr eine Broschüre über teilimplantierte und im Knochen verankerte Hörsysteme. Das war der Start ihrer Reise zurück zum Hören.

Name: Thersia Broodryk
Beruf: Programmiererin
Indikation: Schallleitungsschwerhörigkeit

Viele Eingriffe, aber keine Ergebnisse

Über die Jahre hatte Thersia Broodryk verschiedene herkömmliche Hörgeräte ausprobiert und sich vielen Operationen unterzogen, um ihr Hören zu verbessern. Jedoch hatte nichts einen Unterschied gemacht, den sie sich so sehr wünschte. Aufgrund eines geschlossenen Gehörgangs konnte sie keine herkömmlichen Hörgeräte ausprobieren. Deshalb nutzte sie konventionelle Hilfen nur auf dem linken Ohr und testete den Ponto auf dem rechten. 

„Ich habe seit meiner Kindheit Probleme mit meinen Ohren. Sie waren chronisch infiziert, was so weit ging, das mein rechtes Trommelfell platzte. Der Schaden war so schwerwiegend, dass sowohl mein Gehörgang als auch das Trommelfell meines rechten Ohrs extrem vernarbt waren. Aufgrund dieses Narbengewebes wurde mein Gehörgang komplett blockiert“, sagt Thersia. 

Thersias Audiologe wusste, dass sie eine gute Kandidatin für ein knochenverankertes Hörgerät war, da diese Art von System den Klang direkt über den Schädelknochen in das Innenohr überträgt und so den vernarbten Gehörgang komplett umgeht. 
Um ihr bei der Entscheidung zu helfen und die Vorteile zu bewerten, probierte Thersia für einen Monat ein Testgerät mit Kopfband aus. Am Ende des Monats war sie überzeugt, dass dies die Lösung war, die so ausprobieren wollte.

Willkommen zum Hören

Im November 2013 hatte die nervöse Thersia ihre Implantation und im Januar 2014 wurde ihr Ponto Pro-Hörprozessor zum ersten Mal angesetzt. Obwohl sie einige der Vorteile durch das Testgerät kennen gelernt hatte, war sie nicht auf die Klangqualität vorbereitet, die das knochenverankerte Gerät lieferte. 

„Die Klarheit des Klangs um mich herum war überwältigend. Meine Reaktion war: „Fantastisch, ich kann hören! Warum habe ich so lange gewartet?“ Es ist so wundervoll, hören zu können. Ich konnte die Gespräche von Leuten hinter mir, Schritte auf dem Boden, das Geräusch von Reifen auf Kies und so viel mehr hören. Ich lernte erneut, zu hören“, sagt sie.

 
„Ich habe mir wegen der Ästhetik Sorgen gemacht, aber die Operation war ein Kinderspiel. Ich war nach einem Tag zuhause und hatte nur minimale Schmerzen. Es füllte sich ein bisschen so an, als hätte jemand sehr an meinen Haaren gezogen. Während der Heilung konnte ich manchmal das Implantat fühlen. Man gewöhnt sich jedoch sehr schnell daran und heute merke ich es überhaupt nicht mehr“, sagt sie.

 

Vom Raten zum vollen Verständnis

Thersia genießt nun die Zuversicht in ihre Fähigkeit, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. „Wenn jeder in einer Gruppe spricht, muss ich nicht schauen, wer gerade spricht. Ich kann hören, wenn sich jemand meinem Schreibtisch nähert. Vorher musste man mich berühren, damit ich bemerkte, dass jemand mit mir spricht. Ich kann meine Familie hören, selbst wenn sie hinter mir ist. Zuvor musste ich zu ihnen gehen und meinen Kopf drehen, um ihre Münder zu sehen“, erklärt sie.

Ihr neu gefundenes Hörvermögen ist nicht mit der Zeit vor dem Ponto Pro vergleichbar, als sie Menschen bitten musste, das Gesagte zu wiederholen. „Ich habe oftmals nur gekichert, um vorzugeben, dass ich das Gesprochene verstanden habe, obwohl ich kein Wort hörte“, erinnert sie sich.

Aufgrund des dramatischen Unterschieds, den Ponto Pro in ihrem Leben gemacht hat, zögert sie nicht, anderen das System weiter zu empfehlen. „Es lohnt sich! Ich kann jeden in einer Gesprächsgruppe hören und muss nicht schauen, wer gerade spricht. Ich bin nicht mehr in meiner eigenen kleinen Welt.“

Jeden Cent wert

Neben der Entscheidung, sich einer weiteren Operation zu unterziehen, musste Thersia auch die finanziellen Folgen dieses Verfahren abwägen, da sie in Südafrika selbst dafür zahlen muss.  „Ich habe anderthalb Jahre lang gespart, aber was ich dafür erhalten habe, überwiegt es bei Weitem. Ich habe mein Leben zurück. Ich kann meine Arbeit mit Selbstvertrauen erledigen und jedes Wort hören, das mein Ehemann zu mir sagt. Und das ist wertvoller, als alles andere auf dieser Welt.