„Die Vögel wieder so klar und deutlich zwitschern zu hören, war einfach unglaublich“

Wir möchten Ihnen Rebecca Davenport vorstellen. Im August 2013 wurde bei Rebecca ein Akustikusneurinom diagnostiziert, ein Hirntumor, der an ihrem Gleichgewichtsnerv entstand. Nach mehreren Operationen, bei denen sie immer wieder Rückschläge hinnehmen musste, und einer langwierigen Auseinandersetzung mit der Versicherung, wurde ihr Anfang 2015 schließlich ein Ponto Plus implantiert. Damit veränderte sich ihr Leben spontan zum Positiven, da die Schönheit der Klänge ihr Leben wieder bereichert.

Name: Rebecca Davenport
Indikation: SSD (einseitige Taubheit) mit Entzündung des äußeren Gehörgangs infolge postoperativer Komplikationen

Das Ponto Plus brachte ihre Augen wieder zum Strahlen. Bis Rebecca ihre Lebensfreude endlich wieder fand, lag ein langer und steiler Weg vor ihr.

Diagnose: Akustikusneurinom

Bei Rebecca, Mutter von vier Kindern und Doktorandin, wurde im August 2013 ein Akustikusneurinom (AN) diagnostiziert. Akustikusneurinome bilden sich am achten Hirnnerv: ein wichtiger Teile unseres Gehörs, der für die Übermittlung von Nervenimpulsen aus der Hörschnecke zum Gehirn zuständig ist. Rebecca ließ sich von zwei Ärzten in Portland untersuchen. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile war man sich darüber einig, dass zur Behandlung des Tumors zwei chirurgische Eingriffe durchgeführt werden müssten.

Operation eines Akustikusneurinoms

Beim ersten Eingriff konnte der Tumor zwar erfolgreich entfernt werden, es wurden dabei jedoch beide Äste des achten Hirnnervs beschädigt – also beide Teile, die Hörorgan und Gleichgewichtsorgan mit dem Hirnstamm verbinden. Nach dieser ersten Operation war Rebecca auf der betroffenen Seite vollständig taub (SSD) und litt an chronischen Gleichgewichtsstörungen. Die zweite Operation, eine Labyrinthektomie, wurde durchgeführt, um ihren Gleichgewichtssinn wieder herzustellen.

Zusätzlich zu ihrer Taubheit entwickelte sich bei Rebecca eine Entzündung im äußeren Gehörgang, was ihr das Tragen eines Hörgerätes unmöglich machte. Damit wir sie bei der Wahl einer für sie geeigneten Hörlösung noch stärker eingeschränkt.

„Wir haben uns über die Möglichkeiten einer SSD-Behandlung erkundigt“, erklärt Rebecca. „Ich konnte keine Gegenstände in meinem Ohr ertragen, weil sich dadurch der Zustand der Haut im Gehörgang noch mehr verschlimmerte.“

Ponto Plus zur Probe und die Blockaden der Versicherung

„Wenn man nichts hört, ist man inmitten einer Menschenmenge einfach völlig überfordert. Man verliert völlig die Orientierung. Das hat mich total frustriert“, beschreibt Rebecca. „Mit dem Straßenverkehr kam ich überhaupt nicht mehr zurecht. Ich konnte keine Autos hören – vor allem dann nicht, wenn sie an meiner tauben Seite vorbeifuhren.”

„Eines Tages bekam ich ein Angebot zum Probetragen des Ponto Hörsystems. Ich probierte es an einem Testbügel aus, und mein erster Gedanke war: ‚Klasse, das funktioniert ja prima!‘ Am liebsten hätte ich es Tag und Nacht getragen!”

Leider lehnte meine Versicherung die Übernahme der Kosten ab. Doch Rebecca gab nicht auf. Sie war fest entschlossen, ihrem Leben eine andere Richtung zu geben.

BAHS genehmigt

Mit Unterstützung ihrer Ärzte und der Acoustic Neuroma Association reichte sie eine Klage gegen die Versicherung ein. Sie rechtfertigte ihren Widerspruch mit der Begründung: „Für hörgeschädigte Menschen wie mich, die aus einem Hörgerät keinen wesentlichen Nutzen ziehen können, ist ein teilimplantiertes und im Knochen verankertes Hörsystem wie das Ponto eine großartige Lösung.“

Ihrem Antrag wurde stattgegeben, und im Frühjahr 2015 wurde die Einsetzung des Implantats im Rahmen einer Nachoperation ihres Akustikusneurinoms zugelassen.

Ein neuer Tag

Mit ihrem Ponto Plus kann Rebecca ihr Leben wieder unbeschwert genießen.

„Als mein Ponto Plus aktiviert wurde, stellte ich fest, dass es sogar noch besser war als der Testbügel, den ich probeweise getragen hatte“, freut sich Rebecca. Ein Leben ohne Ponto Plus kann ich mir nicht mehr vorstellen! Das teilimplantierte und im Knochen verankerte Hörsystem ist für mich ein wunderbares Geschenk, das erheblich zur Verbesserung meiner Lebensqualität beiträgt. Als ich gestern im Garten arbeitete und dabei dem Gesang der Vögel lauschte, war ich geradezu verblüfft darüber, dass ich die Vogelstimmen wieder in ihrer ganzen lebendigen Vielfalt wahrnehmen konnte. Musik höre ich jetzt auch wieder gerne, das ist seit der Operation ganz anders. ”

Rebeccas Welt ist wieder reich an wunderbaren Klängen und Geräuschen. An ihrer Doktorarbeit möchte sie irgendwann auch weiterschreiben. Doch im Augenblick widmet sie ihre Zeit vor allem anderen Betroffenen, denen ein ähnlicher Weg bevorsteht.

Am wichtigsten aber ist, dass ihr die Lebensfreude wieder aus den Augen strahlt.